Klessheim goes India

Studienreise führt 25 Schüler/innen nach Delhi, Agra, Jaipur, Mumbai und Goa.

Das 2-jährige Projekt "Klessheim goes India" erreichte in den Semesterferien (7. bis 17. Februar 2012) den Höhepunkt. Nach intensiver Vorbereitung (z.B. Impfungen, Landes- und Kulturkunde) starteten wir bei minus 15 Grad Celsius von Wien aus in den warmen Subkontinent.

Die Begrüßung mit dem Wort Namaste, das Anbringen eines Farbpunktes auf der Stirn und das Umhängen eines Blumenkranzes bestätigte uns die Ankunft in Asien.

Von den vielen Erlebnissen bleiben mehrere unvergesslich, wie z.B. die unzähligen Menschen in den riesigen Städten, der ohrenbetäubende Verkehr in den überfüllten Straßen, wo zwischen Rikschas und Autobussen, Kühe, Elefanten und Kamele langsam dahin zogen. Der Kontrast zwischen notdürftigen Behausungen (Slumhütten) und prunkvollen Palästen war für uns schwer zu begreifen. Die wohltuende Freundlichkeit des Hotelpersonals und die ruhige Atmosphäre halfen uns, die Eindrücke zu verkraften und aufzutanken für weitere Abenteuer, wie z.B. die Fahrt mit den 3-rädrigen Tuk-Tuks durch Jaipur, auf der wir einen erschütternden Einblick in die Hinterhöfe dieser Millionenstadt machen konnten. Ziemlich aufregend war auch das Elefantenreiten, bei dem wir sehr auf das Gleichgewicht achten mussten.

Berührend waren die Besuche der Kinderheime in Greater Noida bei Delhi und im Fr. Agnel Ashram in Goa. Trotz einfacher Lebensverhältnisse strahlten die Augen der Kinder; sie zeigten uns mit Freude ihre Wohn- und Schlafzimmer, die Hefte und Schulbücher und zum Abschied gab es Songs- und Tanzvorführungen.

Die hohe Motivation für Wissen und Bildung lernten wir in der Tourismusschule in Goa kennen. Jede/r die/der hier einen Studienplatz erreicht nimmt die Chance zur Ausbildung mit großem Eifer wahr. Bis zu 40 Schüler/innen werden in einer Klasse unterrichtet; im Koch- und Servierunterricht (25 in einer Gruppe) ist die Erreichung eines internationalen Standards das erklärte Ziel.

Einen Ausflug in die Welt der Gewürze machten wir auf einer Farm in Goa. Wir konnten sie riechen, schmecken und bewunderten den großen Wert der Kräuter und Pflanzen.

Eine gewisse Vorsicht legten wir beim Essen an den Tag, da einige Speisen für unseren Geschmack sehr spicy waren. Mit Vorliebe hielten wir uns an Reis, Nudeln und Nan, dem indischen Fladenbrot.

Der Abschied fiel uns schwer, denn Sandstrand, Palmen und 30 Grad Wärme verwöhnten uns 3 Tage lang und ließen uns den kalten Winter von Zuhause fast vergessen.

Bericht: Dr. Hans Siller

VN, 22.02.2012